German/Pixelfehler entfernen
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Diese Anleitung demonstriert, wie mit CHDK Fehlpixel (=ständig leuchtende oder falschfarbene Pixel, auch "Badpixel" oder "Hotpixel" genannt) aus den Bildern entfernt werden können.
Fehlpixelarten
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Es werden zwei unterschiedliche Arten von Fehlpixeln unterschieden:
1) Fehlpixel, die bereits bei der Herstellung der Kamera vorhanden sind
- Der Hersteller integriert diese Fehlpixel in eine Liste in der Kamera-Firmware und rechnet sie bei der Bilderzeugung automatisch heraus.
2) Fehlpixel, die nach der Fertigung auftreten
- Da diese Fehlpixel nicht in der kamerainternen Liste enthalten sind, sind sie im Bild als störende Punkte sichtbar.
CHDK-Funktionen
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In CHDK gibt es zwei Funktionen, die diese unterschiedlichen Fehlpixelarten verwenden:
Für DNG-Bilder (badpixel.bin)
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a) Fehlpixelverarbeitung beim Speichern von RAW-Bildern im DNG-Format
- (siehe Badpixel removal)
- Die Speicherung der RAW-Daten im DNG-Format lässt sich nur aktivieren, wenn sich im Ordner \CHDK die Datei badpixel.bin befindet. Diese Datei enthält die in der Kamera-Firmware vom Hersteller hinterlegten Fehlpixel (Fall 1). Bei der Verarbeitung der RAW-Daten durch CHDK werden diese Fehlpixel entfernt, die Original-Firmware macht dasselbe bei der Erstellung der JPG-Bilder.
Generelle Fehlpixel
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b) Fehlpixel entfernen (Bad pixel removal) aus dem RAW-Menü
Ist die Funktion im CHDK-Menü aktiviert, werden diese Fehlpixel automatisch entfernt, und zwar sowohl in RAW-Dateien als auch in „normalen“ JPG-Bildern.
Hierzu muss im Ordner \CHDK eine Datei mit dem Namen badpixel abgelegt werden, welche die Koordinaten der Fehlpixel (Fall 2) enthält:
1.) Eine RAW-Aufnahme bei abgeschalteter Rausch-Reduktion ("Dark Frame Subtraction") erzeugen: lange Belichtungszeit (z.B. 4 Sekunden) wählen, das Objektiv muss vollständig verdunkelt sein
2.) Herunterladen von show_bad.zip, anschließend diese .zip-Datei in einen leeren Ordner entpacken
- Tipp: Die .zip - Datei enthält neben dem ausführbaren Programm show_bad.exe auch den Quellcode: show_bad.c. Dieser kann auf dem Mac einfach compiliert werden über das Kommando "gcc show_bad.c -o show_bad"; die ausführbare Datei heißt dann "show_bad". Voraussetzung: Das Entwicklungspaket mit Compiler muß installiert sein. Unter Linux funktioniert es analog.
3.) Die unter Punkt 1.) erstellte RAW-Datei in diesem Ordner ablegen, dann von diesem Ordner ausgehend in einer Kommandozeile („Eingabeaufforderung“ bzw. „Terminal“) die Datei badpixel erzeugen:
show_bad.exe <Dateiname_der RAW_Datei> <Toleranzwert> > badpixel
also z.B.
show_bad.exe CRW_0281.CRW > badpixel
- Der Toleranzwert definiert die Erkennungsempfindlichkeit, es sollte ein Wert zwischen 64 und 128 verwendet werden; fehlt dieser Parameter, wird ein Wert von 30 als Vorgabe verwendet.
- mit dem Umleitungssymbol > wird die Ausgabe des Programms direkt in die Datei badpixel umgeleitet.
4.) Die so erzeugte Datei muss nun in den Ordner \CHDK auf die Speicherkarte kopiert werden.
→ Nun kann die Funktion im CHDK-Menü (RAW-Einstellungen -> Pixelfehler entfernen) aktiviert werden.
optische Kontrolle
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Die korrekte Funktion der Fehlpixelentfernung kann folgendermaßen überprüft werden:
- Mit verdunkelter Optik und langer Belichtungszeit je eine Aufnahme mit ein- und mit ausgeschalteter Fehlpixelentfernung aufnehmen
- Beide Bilder in einem Bildbearbeitungsprogramm oder Anzeigeprogramm (Empfehlung: XNView Viewer) öffnen
- Eine ausreichende Vergrößerung einstellen, so dass in der Aufnahme ohne Fehlpixelentfernung die Störpixel sichtbar sind; die Koordinaten merken
- Die zweite Aufnahme an diesen Koordinaten vergleichen
Mit XNView kann dies sehr elegant erfolgen:
- In der ersten Aufnahme den Bereich mit dem Fehlpixel per Maus markieren, diese Markierung speichern (Menü "Bearbeiten" -> "Markierung-Größe" -> "Aktuelle Markierung speichern als Benutzerdefiniert")
- Die zweite ("entstörte") Aufnahme in einem neuen Tab öffnen, die benutzerdefinierte Markierung mit der Taste c anwenden
- Nun ist der gleiche Bildbereich markiert; mit den Tasten + und - auf dem Nummernblock kann gezoomt werden.